Spielbericht: Alles in allem ein gerechtes Unentschieden im Spitzenspiel

Wer beim Tabellenführer in der Nachspielzeit noch den Ausgleich bekommt, darf sich zu Recht ein wenig ärgern. Auch kann sich der SV Thalheim nicht über mangelndes Glück ob des sehr späten Zeitpunktes beklagen. Anderseits, über die ganzen 90 Minuten gesehen, ist das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis zweier Mannschaften, die sich zu keiner Zeit etwas schenkten und beide ausreichend gute Möglichkeiten hatten, mehr als die jeweils zwei Tore zu erzielen.

Das Spiel begann mit leichten Feldvorteilen für den Gastgeber, aber ohne große Offensivaktionen, da beide Abwehreihen kaum etwas zuließen. Das für den SVC - leider - bedeutsamste Ereignis in dieser Phase war der verletzungsbedingte Verlust von Kay Kramm im Abwehrzentrum bereits nach 10 Minuten. Der eingewechselte Joscha Wehrmann erledigte die Aufgabe auf einer für ihn etwas ungewohnten Position aber ganz prima. Der erste Wachmacher war dann ein Freistoß an die Latte des SVC-Tores. Dem folgte prompt die erste gute SVC-Möglichkeit, als Sven Huppertsberg mit einem Schuss aus der Drehung nur hauchdünn das lange Ecke verfehlte. Dem folgte auf der Gegenseite eine sehr gute Möglichkeit des SV Thalheim, aber Benny Borsch war rechtzeitig aus seinem Tor. Und als es aussah, als ob der Gastgeber das Spiel so langsam deutlicher bestimmen würde, erlief Sebastian Urban einen Pass in die Spitze und schob den Ball am herauskommenden Torwart zum 0:1 ins Netz. Bereits eine Minute später kam er erneut zentral im Strafraum frei zum Schuss und verfehlte diesmal nur ganz knapp. Der Gastgeber zeigte sich danach aber von dem Rückstand unbeeindruckt und kam noch vor der Pause zum Ausgleich, als ein SVC-Abwehrspieler einen Eckball per Kopf knapp verpasste und ein Thalheimer Spieler dahinter direkt und und unhaltbar verwandelte.

Der zweite Durchgang startete direkt mit einem Aufreger, als diesmal Sven Huppertsberg steil geschickt wurde, aber am gegnerischen Torwart scheiterte. Danach tat sich erst einmal nicht viel und das Spiel nahm erst dann wieder Fahrt auf, als Sven Huppertsberg nach einem Eckball zum 1:2 einköpfte. Die Ausgangslage für die restlichen 30 Minuten war damit klar: Thalheim erhöhte den Druck jetzt deutlich, musste aber in der Abwehr aufmerksam bleiben, da der SVC mit seinen schnellen Spitzen bei Kontern immer gefährlich blieb. So spielte sich Sven Huppertsberg noch einmal auf der linken Seite durch und am Torwart vorbei, sein Ball in
die Mitte fand aber weder den Weg ins Tor noch einen Mitspieler. Insgesamt wurden die Kontermöglichkeiten aber immer weniger, was sicherlich auch damit zu tun hatte, dass Sebastian Urban verletzungsbedingt ebenfalls längere Zeit in der zweiten Halbzeit ausfiel, danach offensichtlich angeschlagen war und somit für die Entlastung bei Konterangriffen ausfiel. Dementsprechend entwickelte sich die letzte Viertelstunde zu einem Spiel auf das SVC-Tor mit nur noch gelegentlichen Kontern. Und nachdem Benny Borsch im SVC-Tor noch die eine oder andere Unsicherheit - ohne schwerwiegende Folgen - gezeigt hatte, rettete er in den Schlussminuten gleich zweimal aus kurzer Entferung, bevor der für solche Spielsituationen immer mal wieder eingewechselte SV-Trainer Nicolaj Groß die in ihn gesetzten Erwartungen in der berechtigterweise üppigen Nachspielzeit voll erfüllte und den Ball im Nachsetzen über die Linie drückte.

 

Fazit: Für beide Mannschaften war auch ein Sieg möglich und beide hätten die drei Punkte sicherlich gerne genommen. Sie können in dem weiterhin sehr engen Rennen um die vorderen Plätze, in dem in den letzten Wochen alle Verdächtigen Federn gelassen haben, aber sicherlich auch mit dem Punkt leben. Der SVC kann mit 4 Punkten aus den beiden schweren Auswärtsbegegnungen in Wilsenroth und Thalheim sehr zufrieden sein und hat unverändert zumindest den Relegationsplatz selbst in der Hand. Aber entschieden ist noch nichts und weitere mögliche Stolpersteine warten schon - was aber wohl für alle Mannschaften da oben gilt. 

 

Spielbericht vom SV Bad Camberg

 

 

 

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