Spielbericht: Nullnummer im Topspiel

Im Spitzenspiel zwischen dem SV Bad Camberg und dem SV Rot Weiß Thalheim gibt es keinen Sieger. Am Ende hieß es 0:0.

Auf dem hartgefrorenen Hartplatz in Bad Camberg kamen die Gastgeber durch Blasquez zu ihrer ersten Torchance. Er bekam den Ball im Strafraum aber nicht richtig aufs Tor. Wenige Minuten später traf Blazquez mit einem Distanzschuss die Latte. Der Abpraller landete bei Camberg-Stürmer Kiqku, der den Ball ins Tor schoss. Aber der Treffer zählte nicht, da er im Abseits stand. Gegen Mitte der ersten Hälfte zeigte sich auch der SV Thalheim in der Offensive. Aytekin Uyanik kam im Sechzehner an den Ball. Sein Schuss ging nur wenige Zentimeter am Tor vorbei. Auch wenige Minuten vor der Pause hatte Uyanik Pech, dass sein Freistoß gerade noch so von Cambergs Keeper Huppertsberg über die Latte gelenkt werden konnte. Mehr Torraumszenen sollte es im ersten Durchgang nicht mehr geben.

In der zweiten Halbzeit drängte der SV Bad Camberg auf die Führung, doch die großen Torchancen sprangen für die Hausherren nicht heraus. Der SVT dagegen konnte keine Bälle mehr im Mittelfeld festmachen und somit in der Offensive keine großen Akzente setzen. Das Spiel plätscherte  so vor sich hin und ein richtiger Spielfluss entstand auf dem schwierigen Geläuf nicht mehr. So blieb es bis zum Schluss beim gerechten Remis.

Gerade der SV Thalheim kann mit diesem einen Punkt sehr gut leben.

SV Bad Camberg: Huppertsberg, Johnson, Kramm, Wehrman Jannik, Brandenfels, Schott, Friedrich, Cinar, Kqiku, Thuy, Blazquez (Flachsel, Wehrmann Joscha, Herzog, Falkenbach, Demirtas)

SV Thalheim: Böcher – T. Melbaum, Röser, Schuy, Jung – Poppe, D. Habel - C. Uyanik, Schierloh, A. Uyanik – D. Melbaum (Stahl, Klebach, Woitzik, B. Diefenbach)

 

Spielbericht des SV Bad Cambergs:

Bei sehr schwierigen Verhältnissen auf dem Hartplatz in Bad Camberg - ein Teil des Platzes war noch gefroren und dort extrem gefährlich für die Spieler - trafen zwei starke Mannschaften auf Augenhöhe im Spitzenspiel aufeinander, die dem Gegner über 90 Minuten keine Gelegenheit zum Atemholen ließen. Wenn die zwei Mannschaften mit der besten Defensivarbeit der B-Liga aufeinandertreffen und jeder Quadradmeter des Platzes umkämpft bleibt, sind weder ein Torfestival noch spielerische Höhepunkte im Minutentakt zu erwarten. Und da beide Teams auch eine hohe Qualität in der Offensive vorzuweisen haben, die jederzeit für ein Tor gut ist, sahen die zahlreichen Zuschauer zwar nur wenige spielerische Leckerbissen, aber eine intensive und jederzeit interessante Begegnung.

Die erste Halbzeit gestaltete sich weitgehend ausgeglichen und in beiden Strafräumen wurden es meist nur durch Freistöße gefährlich. Die beste Möglichkeit hatte der SVC durch Marc Blasquez, der einen Distanzschuss ans Lattenkreuz setzte. Den Abpraller schob der später verletzt ausgeschiedene Hamdi Kqiku zwar ins Netz, der Treffer wurde vom Schiedsrichter wegen Abseits aber nicht gegeben. Da auch Sven Huppertsberg im SVC-Tor das eine oder andere Mal energisch eingreifen musste, ging es durchaus leistungsgerecht in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit gehörte dann dem SVC, auch wenn man bei Kontern des Gastes immer hellwach sein musste und es auch war. Während der SV Thalheim nur noch nach einem Eckball im Nachschuss zu einer guten Möglichkeit kam und ansonsten auf einige wenige Frei- bzw. Distanzschüsse Ihres Mittelstürmers aus größerer Entfernung angewiesen war, begann der SVC die zweite Halbzeit gleich mit drei guten Möglichkeiten. Zuerst prüfte Max Herzog den Gästertorhüter mit einem Drehschuss, dann köpfte Marc Blasquez den anschließenen Eckball am Tor vorbei und schließlich erlief erneut Max Herzog einen Pass in den Strafraum, umspielte auch noch den Tormann, konnte den Ball aus spitzem Winkel aber nicht mehr an dem Abwehrspieler auf der Torlinie vorbeibringen. Auch im weiteren Verlauf ergab sich immer wieder die eine oder andere Möglichkeit für den SVC, wenn auch nicht mehr in dieser Qualität. Dafür war die Abwehrarbeit des Gastes dann auch zu gut und wurde auf diesem insbesondere für die Torhüter sehr schwierigem Untergrund vielleicht zu selten einer früherer Abschluss aus größerer Distanz gesucht.

Fazit: Ein Unentschieden, mit dem der Gast sicherlich etwas zufriedener sein kann als der SVC. Andererseits ging es nach dem einen oder anderen etwas schwächeren Spiel in den letzten Wochen, auch bedingt  durch
Verletzungsprobleme, für den Gastgeber vor allem auch darum, auf keinen Fall Boden gegenüber der Spitze zu verlieren. Und diese Minimalziel wurde eben auch erreicht und man hat sich gegen die bisher überragende Mannschaft der B-Liga durchaus überzeugend zurückgemeldet und hatte die beste Offensivabteilung der Liga über weite Strecken im Griff. Insofern hätte es natürlich noch ein wenig besser gehen können und wäre aufgrund der zweiten Halbzeit auch nicht unverdient gewesen, aber gerade zusammen mit den gleichzeitigen Ergebnissen der übrigen Konkurrenten um einen Spitzenplatz, kann man auch mit diesem Ergebnis gut leben.

Noch ein Wort zum Schiedsrichter: Im verständlichen Bestreben, sich dieses intensive Spiel - bei sehr schwierigem Untergrund - auf keinen Fall aus den Händen gleiten zu lassen, verteilte er eine
rekordverdächtige Anzahl und im Einzelfall durchaus diskussionwürdiger gelber Karten, die ihn in der zweiten Halbzeit dann zwangsläufig in Schwierigkeiten brachte. Aber mit einer ganzen Reihe "allerletzter" Ermahnungen schaffte er es tatsächlich ohne rote Karte auszukommen, was diesem Spiel trotz seiner Intensität und hohem Einsatz auf beiden Seitenauch angemessen war.

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