Last-Minute-Elfer sorgt für erlösenden Heimsieg

Am Ostermontag trafen mit dem SV Thalheim und dem VFR Limburg 07 zwei Mannschaften aufeinander, deren Saisonverlauf nicht unterschiedlicher verlaufen könnte. Während dem Gastgeber nach starken Saisonbeginn auch Verletzungsbedingt ein wenig die Puste ausging, konnte Limburg sich nach schwächeren Saisonstart bis auf Rang 2, der zum direkten Aufstieg berechtigt, vorarbeiten.

In einer über die gesamte Spielzeit ereignisarmen Begegnung überließ die Heimmannschaft den spielstarken Gästen das Feld, und versuchte aus einer kompakt stehenden Defensive heraus, immer wieder kleine Nadelstiche zu setzen. Beide Mannschaften konnten sich zu Beginn der Partie immer mal wieder ansehnlich bis zum Strafraum der gegnerischen Mannschaft durchspielen, hatten aber gegen die sicheren Abwehrreihen keine zündende Idee.

Nach rund 15 Minuten hätte der Gast aus Limburg sich nicht beschweren dürfen, wenn Schiedsrichter Timo Homilius aus Weinähr zum ersten Mal auf den Punkt gezeigt hätte. Maximilian Woitzik wurde nach Flanke von Robin Eisinger im Strafraum der Gäste regelwidrig zu Fall gebracht. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb zum Entsetzen der Mannschaft von Frank Guckelsberger stumm.

Im Anschluss an diese Szene scheiterte 07 durch einen direkt getretenen Freistoß von Mieller, der durch die schlecht stehende Mauer des SVT hindurch ging, am Pfosten. Nur wenige Minuten später musste Böcher (SV Thalheim) sein ganzes Können aufbringen, um einen gut platzierten Fernschuss von Vielsäcker um den Pfosten zu lenken.

Kurz vor Ende der Halbzeit sollte wieder Schiedsrichter Homilius im Mittelpunkt stehen. Während eines Laufduells im Strafraum der Heimmannschaft zwischen Habel und Bühn, stolperte erstgenannter seinem Kontrahenten in die Hacken. Auch hier hätte sich niemand beschweren dürfen wenn es Elfmeter gegeben hätte. Vielleicht hat sich Schiedsrichter Homilius an den nichtgegebenen Elfmeter von Woitzik erinnert, und deshalb nicht auf den Punkt gezeigt. Man könnte hier von ausgleichender Gerechtigkeit sprechen. Mit dem Halbzeitpfiff verzog Melbaum per Seitfallzieher knapp über das Gehäuse von Gästekeeper Darda. Somit ging es torlos in die Kabine.

Mit der Hereinnahme des technisch starken Tekdas machte 07 in der 2.Halbzeit mächtig Druck und schnürte die Gastgeber in der eigenen Hälfte ein, ohne wirklich gefährlich zu werden. Die Abwehr um Aushilfslibero Thomas Poppe verteidigte aber gekonnt und ließ nicht eine echte 100% Torchance zu. Der ein oder andere Fernschuss verfehlte sein Ziel, sonst musste Böcher aber nicht mehr eingreifen. Nach vorne konnte sich der SVT in Halbzeit 2 nicht wirklich in Szene setzen. Die Mannschaft verdiente sich das 0:0 durch Einsatz und Kampfeswillen. Nebenbei erhielt Ersatztorwart Nazarenko (SV Thalheim) auf der Bank sitzend wegen Zuschauerbeleidigung die Rote Karte.

Als alle schon mit einem torlosen Remis rechneten, erkämpfte sich Hackel einen Abpraller vor dem Strafraum der Gäste. Gekonnt ließ er seinen Gegenspieler stehen, spitzelte den Ball am zweiten Gegenspieler vorbei, der den Ball nur noch mit der Hand abwehren konnte. In allerbester „Panenka-Manier“ verwandelte Dennis Melbaum den fälligen Handelfmeter zum glücklichen 1:0-Sieg (90.Minute).

Fazit: So unglücklich man am Ostersamstag in Erbach verloren hatte, umso glücklicher blieben die Punkte am Montag in Thalheim. Beide verletzungsgeplagten Mannschaften zeigten kein wirklich ansehnliches Spiel, welches keinen Sieger verdient gehabt hätte. Thalheim konnte sich nach der 2:5-Klatsche und dem katastrophalen Auftreten des ein oder anderen im Hinspiel etwas rehabilitieren und hofft nun wieder auf bessere Zeiten. Jetzt heißt es für die Mannschaft am Sonntag beim Heimspiel gegen Niedertiefenbach nachzulegen und wieder ein wenig am Spielstil zu feilen. Limburg 07 wird mit seiner jungen talentierten Truppe bis zum Ende um den Aufstieg in die Kreisoberliga mitspielen und sich am Ende einen der begehrten 3 Plätze sichern.

 

Thalheim: Böcher, Habel, Eisinger, Klebach, Poppe, Hannappel, Konstantinidis, Woitzik, Melbaum, Hackel, Zey (Nazarenko, Wagner, Andres, Ceri)

Limburg 07: Darda, Weis, Lumoneka, Bühn, Heimann, Bühn, Goliasch, Yesiltas, Trapp, Mieller, Vielsäcker (Janke, Tekdas, Tatarenko)

Schiedsrichter: Timo Homilius (Weinähr)

Zuschauer: 50

Tor: 1:0 Dennis Melbaum (HE - 90.Minute)

Besondere Vorkomnisse: Rote Karte für Andrej Nazarenko nach Zuschauerbeleidigung-

 

 

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